
Borna (12./21.12.2025). Es war ein sonniger Samstagnachmittag in Borna. Plötzlich erfüllten ein starkes Beben und lautes Rufen den Platz vor dem Rathaus. Eine große Menschenmenge hatte sich versammelt. Der Tat.Ort: Der Weihnachtsmarkt am 6. Dezember 2025. Was war geschehen?
Von einer Bühne erklang das Lied „Der Nikolaus will tanzen“. Etwa 20 Kinder der evangelischen Kindertagesstätte „Marienkäfer“ eröffneten, unter der Leitung von Romy Jöhrer, das Programm am Nikolaustag mit einem lebhaften Tanz. Danach gab Moderatorin Anna-Sophie Kupper das Startsignal an alle Jungen und Mädchen, um den Ehrengast zu rufen.
Es dauerte etwas, aber schließlich hatte der Nikolaus seinen Weg zu den wartenden Kindern und Eltern gefunden. Auf Einladung der Stadt, der evangelischen Kita und der katholischen Gemeinde besuchte er wieder den Bornaer Weihnachtsmarkt. Und er hatte an diesem Tag bereits eine lange Reise hinter sich. Zur Begrüßung zeigten die „Marienkäfer“ noch einmal ihren Nikolaustanz, sehr zur Freude des Bischofs.
Im Interview mit der Moderatorin erzählte der Nikolaus etwas über seine Person, bspw. wo er herkommt, wie alt er ist, was seine Kleidung bedeutet oder warum am 6. Dezember sein Gedenktag ist. Auf ihre Frage: „Warst du heute schon bei allen Leuten? Habt ihr alle heute was in euren Schuhen gehabt?“, schallte ein lautes „Ja!“ von Jung und Alt über den Markt. „Ja, war viel Arbeit“, befand der alte Mann. Im Anschluss las er eine Geschichte vor, in der es um ein Kind, einen Teddybär und einen Spielzeughändler ging. Und darum, dass „wirklich jeder ein Nikolaus sein kann. Manchmal reicht schon eine kleine Tat, um ein Herz hell leuchten zu lassen“.
Die „Marienkäfer“ sangen mit ihren Erzieherinnen „Zünd ein Licht an“ als zweites Lied und hielten dabei stimmungsvoll Lichter in ihren Händen. Daraufhin stimmten alle Besucher noch weitere Advents- und Weihnachtslieder an, wie bspw. „Lasst uns froh und munter sein“ oder „In der Weihnachtsbäckerei“. Als Dankeschön überreichte der Bischof allen Mitwirkenden kleine Schokonikoläuse, aber auch alle anderen Kinder und Erwachsenen erhielten kleine Geschenke – neben Schokolade gab es auch Orangen oder Nüsse.
Zum Abschluss des etwa 1-stündigen Programms drehte der Nikolaus noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt, verteilte weitere Geschenke aus seinem Sack und stand für Selfies zur Verfügung. Es war wunderbar zu beobachten, dass selbst Erwachsene sich über die Begegnung mit ihm freuten und um ein gemeinsames Foto baten.
„Der Einsatz des Nikolaus und seine Geschichte haben viele Herzen berührt, und der Tanz der Kinder hat viele begeistert. Ich hoffe, dass diese Erzählung und ihr ökumenischer Gedanke weitergetragen werden und lebendig bleiben“, resümierte Mitorganisatorin Weronika Weber.
Der Nikolaus setzte seine Reise an den folgenden beiden Tagen in Borna fort. Am Sonntag, dem 7. Dezember, besuchte er wieder den traditionellen Familiengottesdienst in der katholischen Kirche St. Joseph. Am Montag, dem 8. Dezember, überraschte er die evangelische Kita „Marienkäfer“. Große Freude gab es unter den 70 Kindern, als der Bischof – nach dem gemeinsamen Singen und Geschichte erzählen – unter ihnen Schokonikoläuse verteilte.
Die Aktion „Tat.Ort.Nikolaus: Gutes tun – kann jeder.“ gehört zur bundesweit bekannten Initiative „Weihnachtsmannfreie Zone“, die das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2002 ins Leben gerufen hat, um den Hl. Nikolaus mit seinen christlichen Werten wie Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft wieder mehr in den Fokus der Gesellschaft zu rücken. Das Hilfswerk förderte den Nikolaus-Besuch auf dem Bornaer Weihnachtsmarkt u.a. mit 200 Schokonikoläusen.
PM: Philipp Ramm-Kokot
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Video: Muldental TV (12.12.2025)
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Nikolaus-Besuche in Lebendigen Adventskalendern und bei „Tat.Ort.Nikolaus“-Aktionen an vergangenen Nikolaustagen in der Stadt Borna gibt es im Internet unter: www.youtube.com/@KathKircheBorna
Fotos: Anna-Sophie Kupper, Medni Azizaeva, Philipp Ramm-Kokot & Weronika Weber / Video: Andreas Schulz
Weitere Kurzgeschichte(n) aus dem Leben der Gemeinde Borna/ Frohburg befinden sich in der Chronik.















